Trauma

Ein Schocktrauma

ist ein einmaliges Ereignis, welches den Betroffenen meist völlig unvorbereitet trifft und in der Bewältigung überfordert. Diese Ereignisse können zum Beispiel Unfälle, Naturkatastrophen, Kriege, der Tod eines Menschen oder ein sexueller Übergriff sein. Manchmal braucht es jedoch nur einen Sturz mit dem Fahrrad, eine Scheidung oder eine Operation, um ein Schocktrauma zu erleiden.

Zur Lösung der Situation mobilisiert unser Körper große Energiemengen, um einen Kampf oder eine Flucht zu ermöglichen. Kann die Situation weder durch Kampf noch durch Flucht gelöst werden, erfolgt die Erstarrung, das sogenannte „Einfrieren“ dieser Energie in der tiefliegenden Muskulatur.

Da diese Flucht- und Kampfenergie jedoch über das Ereignis hinaus in unserem Körper vorhanden bleibt, verharrt dieser in seinem aufgeladenen Stresszustand. Die Folgen können erhöhte Schreckhaftigkeit, Schlaflosigkeit und starke Verspannungen sein, welche auf Dauer krank machen.

Die Bewältigung von Schocktraumen erfolgt überwiegend durch die biologische/körperliche Vervollständigung.

Ein Entwicklungstrauma

entsteht über einen längeren Zeitraum und geht mit immer wiederkehrenden “Verletzungen”, wie chronischer Erniedrigung, Vernachlässigung und Missachtung im Kindesalter einher.
Oft sind es die Bezugspersonen, die emotional nicht erreichbar sind und das in Entwicklung begriffene Kind in seinem Vertrauen in die Welt nicht ausreichend unterstützen können.

So entstehen Strategien durch die das Kind das Erlebte bewältigen kann, einfach um zu überleben. Bleibt der Mensch jedoch bis in das Erwachsenenalter in diesen Überlebensstrategien hängen, wirken die kindlichen Mechanismen weiter. Der Erwachsene entwickelt eine verzerrte Identität und sieht die Welt unbewusst weiterhin aus der Kinderperspektive.

Bei der Bewältigung von Entwicklungstraumen geht es hauptsächlich um die Unterstützung der emotionalen Vervollständigung aus dieser frühen Zeit.